szmmctag

  • Experiment.

    Alles loslassen.
    Nun ja. Fast alles.
    Es wäre klüger wirklich alles fallen zu lassen.

    Lassen wir eine soziopatische Form Nietzsches leben - in mir.

    Details folgen.
    oder auch nicht.

    ;)

    "Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“
    Friedrich Nietzsche

  • Nietzsche Zitat aus "Der Antichrist"

    kurzes Zitat von Nietzsche aus "Der Antichrist".

    "Nicht, was die Menschheit ablösen soll in der Reihenfolge der Wesen, ist das Problem, das ich hiermit stelle (- der Mensch ist ein Ende -): sondern welchen Typus Mensch man züchten soll, wollen soll, als den höherwerthigeren, lebenswürdigeren, zukunftsgewisseren.

    Dieser höherwerthigere Typus ist oft genug schon dagewesen: aber als ein Glücksfall, als eine Ausnahme, niemals als gewollt. Vielmehr ist er gerade am besten gefürchtet worden, er war bisher beinahe das Furchtbare; - und aus der Furcht heraus wurde der umgekehrte Typus gewollt, gezüchtet, erreicht: das Hausthier, das Heerdenthier, das kranke Thier Mensch, - der Christ ..."

  • Hass

    Energie aus deinem ganzen Körper, deiner ganzen Seele.
    Es macht dich unglaublich stark, stärker als alles andere.
    Aber der Preis ist verdammt hoch, irgendwann bist du von innen zerfressen.

    Lerne den Hass zu deinem Vorteil zu nutzen, aber erhalte die Liebe, um
    die Zerstörung durch den Hass zu verhindern.

    Whatever.

  • Soziopathie

    Was ist Soziopathie?

    Eine psychische Störung die sich, wie der Name es schon andeutet, auf das Sozialverhalten bezieht.

    Betroffene können Emotionen wie z.B. Liebe nicht fühlen. Allerdings lernen sie ja durch ihre Mitmenschen was Emotionen in etwa sind. Somit lernen Soziopathen das Emotionen zum "guten Ton" gehören. Oft wird davon erzählt, dass Soziopathen Meister der Manipulation sind, da sie sich ja schlecht durch Emotionen leiten lassen und so rein rational handeln können.
    Googelt am besten mal "Soziopathie", es kommen tausende Seiten die euch vor diesen "skrupellosen Betrügern" warnen wollen.

    Ich würde auch warnen, es ist grausam was so eine Krankheit aus dem Menschen macht und vor allem was die Soziopathen teilweise mit uns anstellen. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass sie nichts dafür können und es eine psychische Störung ist! Es wäre falsch sich zu verstecken und Angst zu haben. Man sollte lernen genau hinzuhören und hinzusehen, dann ist man in der Lage rechtzeitig zu reagieren oder halt Abstand zu nehmen. Außerdem spielen genügend 'psychisch gesunde' Menschen ebenfalls mit Gefühlen, da sollte man diese eher verurteilen, da diese wissen wie es ist zu fühlen.

  • Facharbeit "Heiligt der Zweck die Mittel?"

    So, hier wie versprochen meine fertige Facharbeit.
    Ich muss dazu sagen, dass ich viele Fehler gemacht habe, die mir aber bewusst sind. Diese kamen zustande, da ich auf den letzten Drücker die Facharbeit komplett neu strukturiert habe und dazu mit "Copy and Paste" gearbeitet habe, wodurch einige Sätze sinnlos erscheinen und in einem Teil die Zeichensetzung komplett vernachlässigt worden ist. Zu der Aussage von Sokrates, ich weiß, dass die richtige Übersetzung "Ich weiß, dass ich nicht weiß" ist, allerdings gehen viele von "Ich weiß, dass ich nichts weiß" aus, dies habe ich bewusst genutzt, um meine Thesen zu stützen. Achja, ein Name wurde in "NC" umgeändert.
    So jetzt das für mich persönlich wichtigste: DIES IST MEIN GEISTIGES EIGENTUM! Grundsätzlich bin ich dagegen, dass dies auf anderen Seiten o.ä. geteilt wird. Falls jemand Teile oder ähnliches benutzen möchte, MUSS ich vorher informiert und um Erlaubnis gebeten werden. BlaBla, wer sich nicht dran hält: Anzeige.

    Inhaltsverzeichnis
    1. Einleitung
    2. Nihilismus
    2.1 Beispiele aus Nichts was im Leben wichtig ist
    2.2 Interview im Bezug auf Nihilismus
    3. Utilitarismus
    3.1 Kritik am Utilitarismus
    4. Heiligt der Zweck die Mittel? Bezug zum Utilitarismus
    4.1 Beispiele aus dem Roman
    4.2 Bezug zum Interview
    5. Definition von Gut und Böse
    5.1 Ursachen des Bösen
    5.2 Kritik
    6. Fazit

    1. Einleitung

    Der folgende Text wird von der Frage „Heiligt der Zweck die Mittel?“ handeln. Die Frage wird auf den Inhalt des Romans Nichts was im Leben wichtig ist (Janne Teller: Nichts was im Leben wichtig ist. München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 2012.) bezogen. In dem Roman geht es um eine Schulklasse, welche versucht einen ihrer Mitschüler, welcher Nihilist ist, mit fraglichen Mitteln davon zu überzeugen, dass der Nihilismus nicht existiert.
    Der Begriff Nihilismus wird im folgenden definiert und mit Beispielen aus dem Roman veranschaulicht. Um die Leitfrage „Heiligt der Zweck die Mittel?“ zu beantworten werden drei verschiedene Formen der utilitaristischen Ethik definiert, kritisiert und auf den Roman bezogen. Mittel und Zweck werden daraufhin anhand von Beispielen aus dem Roman verinnerlicht. Vor dem Fazit wird nochmal auf die Vorgabe eingegangen, dass der Zweck etwas Gutes ist und das Mittel etwas schlechtes, indem Gut und Böse definiert und kritisch reflektiert werden. Zu einigen genannten Teilen werden Ausschnitte aus einem Interview mit NC einbezogen, um eine weitere Meinung darzustellen.
    Zum formalen Aufbau lässt sich sagen, dass Quellen parenthetisch angegeben werden und die Vermerke in Form von Fußnoten kurze Informationen über genannte Personen oder Begrifflichkeiten liefern.

    2. Nihilismus

    Der Begriff Nihilismus stammt von dem lateinischen Wort „nihil“ ab, was übersetzt „Nichts“ bedeutet. Ein Nihilist ist überzeugt davon, dass nichts eine Bedeutung hat und somit das gesamte Leben keinen Sinn enthält. Der Nihilismus lässt sich in drei Kategorien einteilen: den metaphysischen, den logischen und den ethischen Nihilismus. Ersteres verneint die Existenz einer Wirklichkeit, das Zweite die Existenz jeglicher Wahrheiten und das Dritte die Bedeutung von Moralgesetzen (Dudenredaktion, Hrsg. Duden: Das Fremdwörterbuch 9. Auflage. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag, 2006. 654). Der Nihilismus lässt sich sogar in die Aussage von Sokrates „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ (Möller, Peter. „Sokrates“. Philolex. http://www.philolex.de/sokrates.htm. 27.02.2013) interpretieren. Hier könnte man meinen, dass das Wissen des Menschen als nichts bezeichnet wird, wobei dies von Sokrates vermutlich nicht nihilistisch gemeint war, sondern lediglich das Ziel verfolgt worden ist, die Begrenztheit unseres Wissens mit dem zu vergleichen, was wir nicht wissen. Die Übersetzung des Zitates von Sokrates ist allerdings sehr umstritten.
    Nietzsche bezeichnete die Christen als Nihilisten, da dort ,Gott‘, welcher laut Nietzsche nicht existiert, angebetet wird und somit die wirkliche Welt abgelehnt wird. Bezogen auf die genannten Formen des Nihilismus lässt sich mit Nietzsche der ethische Nihilismus verdeutlichen, da er meint, dass moralische Werte nur in einem spezifischen Kontext eine Bedeutung haben und sich nicht verallgemeinern lassen. Der logische Nihilismus lässt sich an diesem Zitat erkennen:
    „Dass es keine Wahrheit giebt; dass es keine absolute Beschaffenheit der Dinge, kein » Ding an sich « giebt – dies ist selbst ein Nihilism, und zwar der extremste.“ (Colli, Montinari, Hrsg. Friedrich Nietzsche: Sämtliche Werke, KSA in 15 Bänden. „Nachlass Bd.12“. 213). Hier verdeutlicht er die Subjektivität der Wahrheit und verneint eine allgemeine objektive Existenz der Wahrheit. „Denken wir den Gedanken in seiner furchtbarsten Form: das Dasein, so wie es ist, ohne Sinn und Ziel, aber unvermeidlich wiederkehrend, ohne ein Finale ins Nichts: »die ewige Wiederkehr«. Das ist die extremste Form des Nihilismus: das Nichts (das »Sinnlose«) ewig!“  (Colli, Montinari, Hrsg. Friedrich Nietzsche: Sämtliche Werke, KSA in 15 Bänden. „Nachlass Bd.12“. 213). Dies könnte man auf den metaphysischen Nihilismus beziehen, da hier zwar nicht die Existenz einer Wirklichkeit in Frage gestellt wird, aber behauptet wird, das dies dennoch nichts und somit sinnlos ist.

    2.1 Beispiele aus Nichts was im Leben wichtig ist

    „In dem selben Moment, in dem ihr geboren werdet, fangt ihr an zu sterben“ (Teller 11).
    Das ist eine der ersten nihilistischen Äußerungen von Pierre Anthon, welche gut veranschaulicht, was den Nihilismus unteranderem ausmacht: Die Sinnlosigkeit zu leben. Das Problem bei dieser Äußerung ist, dass er grundsätzlich Recht hat, da nach der Geburt der Tod folgt und wir prinzipiell mit jedem Atemzug dem Tod näher kommen. Allerdings ist seine Interpretation fragwürdig, denn das Leben wird als
    Sterben dargestellt. Kurz darauf folgt die Äußerung, dass das Leben nur ein sinnloses Spiel sei (Teller 21). Im selben Kontext behauptet Pierre Anthon, dass seine Mitschüler dem Erfolg nacheifern, obwohl dieser seiner Meinung nach nur eine Illusion ist. Er meint außerdem „Wenn nichts etwas bedeutet, ist es besser, nichts zu tun, als etwas zu tun“ (Teller 22). Hier wird deutlich, dass selbst wenn das Leben nur eine Art ,Wartezeit‘ auf den Tod ist, man nach Pierre Anthon das Nichts genießen sollte und sich nicht mit nutzlosen Tätigkeiten aufhalten sollte.
    Im weiteren Verlauf bezeichnet er seine Mitschüler als Clowns, welche sich in einem überflüssigen Zirkus befinden (Teller 23). Hier nutzt er die Clowns und den Zirkus als Metapher für die Menschen und das Leben.
    In den genannten Beispielen wird die nihilistische Einstellung der Figur Pierre Anthon im Roman deutlich und vor allem seine provokante Art sie darzustellen. Hätten diese Äußerungen von ihm seine Mitschüler nicht getroffen, hätten diese wahrscheinlich nicht versucht ihn mit dem Berg der Bedeutung zu überzeugen. Es ist ebenfalls aus psychologischer Sicht eindeutig ebenfalls ein Versuch der Mitschüler sich selbst zu überzeugen, da sie sonst nicht diese persönlich wertvollen Opfer gemacht hätten. Als seine Mitschüler ihn zum Berg der Bedeutung führten, brachte Pierre Anthon es zustande seine Mitschüler und ihre Arbeit bzw. den Berg der Bedeutung kognitiv zu zerstören. Als er die Opfer seiner Mitschüler erkannte, sprach er sie direkt an und fragte sie, weshalb sie angeblich bedeutungsvolles geopfert hatten, obwohl es ihnen doch wichtig war (Vgl. Teller 132). „Pierre Anthon hatte gewonnen“ (Teller 133), denn der Versuch seiner Mitschüler einen Nihilisten vom Gegenteil zu überzeugen, war gescheitert. Dies verdeutlicht die Schwierigkeit den Nihilismus zu widerlegen.


    2.2 Interview im Bezug auf Nihilismus

    Im Interview mit NC lies sich die These aufstellen, dass der Nihilismus sich mit Pessimismus verbinden lässt. Sie ist der Aufassung, dass der Nihilismus „ eine
    dem Leben gegenüber total verneinende Aussage“ ist. Im Bezug auf Nietzsche und die Frage, ob man Christen als Nihilisten bezeichnen könne, wurde geantwortet, dass Christen definitiv keine Nihilisten sind, da sie Werte haben und somit eine Bedeutung im Leben sehen. Wie bereits erwähnt, glaubt Nietzsche nicht an die Existenz von Gott. NC bezweifelt dies, indem sie seine Widersprüchlichkeit aufzeigt. Dabei bezieht sie sich auf Nietzsches Gott ist tot und macht deutlich, dass man, nicht nur einen Beweis benötigt, um eine Existenz zu beweisen, sondern auch einen Beweis, um eine Nichtexistenz zu beweisen. Zu Pierre Anthons verneinender Aussage gegenüber dem Leben „In dem selben Moment, in dem ihr geboren werdet, fangt ihr an zu sterben“ (Teller 11) meint sie, dass man den Sinn des Lebens selbst schaffen oder entdecken kann. Ihrer Ansicht nach, ist es der Beschluss von Pierre den Nihilismus anzunehmen, welcher sein Leben sinnlos macht.

    3. Utilitarismus

    Das Wort stammt von dem lateinischen „utilitas“ ab und bedeutet übersetzt „Nutzen“. Der Utilitarismus ist eine Form der Ethik, welche die Wirkungen einer Handlung berücksichtigt. Dabei wird danach gestrebt das größtmögliche Glück für die größere Anzahl, der von der Handlung betroffenen Menschen, zu erzielen. Dabei wird die Art der Handlung nicht berücksichtigt, sondern lediglich das Ergebnis. Sobald das Ergebnis moralisch gut ist, wird die Handlung automatisch auch als moralisch gut bewertet. Daher wird dies als teleologische Ethik bezeichnet. Jeremy Bentham und John Stuart Mill gelten als Gründer des Utilitarismus. Der Utilitarismus dient als Überbegriff für viele verschiedene Theorieansätze, grundsätzlich wird dieser in den Handlungs- und Regelutilitarismus unterteilt. Der Handlungsutilitarismus wägt die Folgen der möglichen Handlungen und die Wahrscheinlichkeit, dass diese geschehen ab. Der Regelutilitarismus beruft sich auf Handlungsregeln, wie z.B. das Halten eines Versprechens. Dabei ist die Regel, mit der man den maximalen Nutzen erzielen kann ist die utilitaristisch Richtige. Detlef Horster nennt in seinem Werk Ethik (Detlef Horster: Ethik. Ditzingen: Reclam, Datum nicht angegeben, 46) eine dritte Form des Utilitarismus, den Präferenzutilitarismus. Jeder Mensch hat verschiedene Präferenzen, welche in bestimmten Situationen gegeneinander taxiert werden. Detlef Horster nennt als Beispiel folgende Situation: A ein Autofahrer, der sein Auto an einer Stelle parken muss, wo allerdings B der Fahrradfahrer sein Fahrrad abgestellt hat. A weiß, dass B nicht möchte, dass sein Fahrrad zur Seite gestellt wird. B kann sich ebenfalls in die Situation von A versetzen und erkennen, dass A einen stärkeren Wunsch hat und er diesem nachgeben muss. Richard Mervyn Hare hat festgestellt, dass man erst etwas intuitiv erkennt, dies aber moralisch kritisch reflektieren muss. Dies ermöglicht das unparteiische Bewerten einer Situation. Indem man sich in die Situation des anderen hineinversetzt, kann man beide Präferenzen erkennen und diese gegeneinander taxieren. Es muss für die Präferenz entschieden werden, die objektiv essenzieller ist (Vgl. Horster 47).
    Der Präferenzutilitarismus ist durch Peter Singer bekannt geworden. Er lehnt seine Definition von Präferenzen an die von Richard Mervyn Hare an und stützt sich auf John Locke, indem er zwischen Mensch und Person differenziert. Personen sind Menschen, welche erst durch Erziehung entstehen müssen. Bei dieser Form des Utilitarismus ist das Töten eines Wesens nicht bösartig, hingegen ist das Töten einer Person, welche Wünsche und Zukunftspläne haben kann, meistens nicht vertretbar. Somit hat eine Person die Präferenz weiterzuleben. Diese Präferenz muss gegen die ,gegnerische‘ Präferenz abgewogen werden, welche aber nicht stärker als die Präferenz weiterzuleben sein kann. Somit ist es nach Peter Singer unmoralisch eine Person zu töten, jedoch nicht moralisch falsch, ein Neugeborenes zu töten, da dieses die genannten Eigenschaften einer Person nicht besitzt.
    Jedoch liegt es auf der Hand, dass sich Glück nicht messen lässt. Deswegen nennt Jeremy Bentham sieben Merkmale mit denen man den Glückswert jedes Einzelnen und somit den Gesamtnutzen ermitteln kann: Die Intensität, die Dauer, die Gewissheit oder Ungewissheit, Nähe oder Ferne des Eintritts, die Folgenträchtigkeit, die Reinheit der Freude oder des Leides und das Ausmaß bezogen auf die Menge der betroffenen Personen (Vgl. Horster 42). John Stuart Mill knüpfte an Jeremy Benthams System an und stellt dabei heraus, dass es weitere Formen der Lust und Unlust gibt. „Es ist besser ein unzufriedener Mensch zu sein, als ein zufriedenes Schwein; besser ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr“ (John Stuart Mill: Der Utilitarismus. Stuttgart: Reclam, 1991. Seitenzahl nicht vorhanden). Damit möchte Mill das intellektuelle Erleben neben der körperlichen Lust, wie beispielsweise beim Essen, hervorheben.

    3.1 Kritik am Utilitarismus

    Es werden die folgenden drei Faktoren laut Bernard Williams beim Utilitarismus nicht beachtet „1. der Unsicherheitsfaktor bei der Folgenabschätzung, 2. die Nichtberücksichtigung der psychischen Wirkung auf den Handelnden, 3. die Nichtberücksichtigung des Gerechtigkeitsgesichtspunktes“ (Horster 49). Detlef Horster greift dafür folgendes Beispiel von Bernard Williams auf: Ein Journalist, welcher sich im Ausland befindet, sieht auf einem Marktplatz zwanzig Männer an der Wand stehen. Diese Männer wurden wegen ihres Protests gegen die Regierung erschossen werden. Dann wird der Journalist von dem Hauptmann des Erschießungskommandos ein ,Angebot‘. Wenn der Journalist einen der zwanzig Männer erschießt, ließe der Hauptmann die anderen frei. Man kann jedoch nicht eindeutig sagen, ob der Hauptmann sein Wort hält, was den Unsicherheitsfaktor bei der Folgenabschätzung verdeutlicht. Außerdem hätte dies psychische Folgen für den Journalisten, da er entweder zwanzig Männer sterben lässt, mit der unsicheren Chance neunzehn retten zu können, oder er einen unschuldigen erschießt, um die anderen zu retten. Zudem ist die Handlung für das ausgewählte Opfer, wenn der Journalist das ,Angebot‘ annimmt, ungerecht, obwohl es utilitaristisch richtig wäre (Vgl. Horster 49).
    Im Interview mit NC wurde ebenfalls deutlich, dass der Utilitarismus „über Leichen“ geht, eine „höhnische“ und vor allem eine äußerst ungerechte Art und Weise ist, um Entscheidungen zu treffen.

    4. Heiligt der Zweck die Mittel? Bezug zum Utilitarismus

    Der Utilitarismus ist wie bereits erwähnt, eine teleologische Form der Ethik, was die Frage „Heiligt der Zweck die Mittel?“ beantwortet, da die Mittel aus utilitaristischer Sicht nicht relevant sind, solange der Zweck Glück für die größere Anzahl an Menschen schafft. Jedoch wäre es nach Jeremy Bentham nicht so simpel zu beantworten, da er das Glück jedes Einzelnen misst, um einen Gesamtnutzen zu ermitteln. Das bedeutet, dass ein Einzelner wichtiger werden könnte, als eine Gruppe. Dies würde geschehen, wenn ein Einzelner nach Jeremy Benthams Merkmalen ein größeres Glück zu erwarten hätte als die Gruppe von Menschen. Wenn die beispielsweise die Intensität und die Dauer des Glücks beim Einzelnen gegeben sind, bei der Gruppe jedoch nur die Nähe des Glücks und die Ungewissheit dies zusätzlich einschränkt, müsste man nach Jeremy Bentham das Glück der Gruppe für das des Einzelnen opfern.
    Im Interview mit NC wurde deutlich, dass die Entscheidungen abhängig von der jeweiligen Situation und den betroffenen Personen sind, welche jeweils andere Präferenzen haben. Die Individualität der Umstände und der betroffenen Personen macht es somit unmöglich eine allgemein gültige Regel zu finden, um die Leitfrage zu beantworten. Somit ist der Utilitarismus nur eine von unzähligen Möglichkeiten eine Entscheidung zu treffen oder diese zu rechtfertigen.

    4.1 Mittel und Zweck: Beispiel aus dem Roman

    In Janne Tellers Roman verfolgen Pierre Anthons Mitschüler das Ziel, ihn von der Bedeutung zu überzeugen und somit den Nihilismus zu widerlegen. Dafür wird der Berg der Bedeutung geschaffen, dies soll als Mittel dienen. Der Berg der Bedeutung besteht aus Opfergaben der Mitschüler. Es beginnt harmlos mit beispielsweise den Schuhen von der Protagonistin Agnes. Die Regeln tragen später zu schlimmen Opfergaben bei, da derjenige der geopfert hat den nächsten bestimmen darf und vor allem was er oder sie opfern muss. Es scheint so, als wäre der Grundgedanke von der Bedeutung des Berges nebensächlich geworden und es gehe den Schülern mehr um Rache. Später muss Sofie ihre Unschuld, Elise den Sarg ihres kleinen Bruders und der Gitarrist Jan-Johan seinen
    rechten Zeigefinger opfern. Aus utilitaristischer Sicht wäre dies nicht vertretbar, da die ganze Klasse leiden muss, um einen Einzelnen zu überzeugen und ob das zu Pierre Anthons Glück führt ist ebenfalls fraglich.
    Nun die Opfergabe von Agnes im Detail, um Mittel und Zweck zu verdeutlichen (Teller 29-33). Agnes hatte den ganzen Sommer ihre Mutter um die Schuhe gebeten, bekam sie dann auch, aber erst als diese im Schlussverkauf angeboten worden sind. Das verdeutlicht die Mühe von Agnes diese Schuhe zu bekommen und da sie dies auf sich genommen hat, scheinen ihr die Schuhe sehr wichtig zu sein. Gerda hatte das letzte Opfer beigesteuert und bestand darauf, dass Agnes ihre Schuhe opferte. Agnes wirkt erst widerstandslos aber als sie sich die Schuhe ausziehen wollte, versuchte sie einen Trick. Sie meinte ihre Mutter würde nach den Sandalen fragen und die anderen Eltern würden vom Berg der Bedeutung erfahren. Jedoch ließen ihre Mitschüler nicht nach und verwiesen auf ihre Opfergaben. Hier ist das Motiv von Gerda nicht direkte Rache, da der Fokus vielmehr darauf gerichtet ist alle Schüler gleich zu behandeln und dem Berg mehr Bedeutung zu geben. Mit Agnes beginnt die Verschiebung vom Fokus, denn sie wollte sich an Gerda rächen und dafür war sie drei Tage nett zu ihr, nur um ihren „wunden Punkt herauszufinden“ (Vgl. Teller 31). Hier ist das Mittel etwas positives und der Zweck etwas negatives, was im Vergleich zu der üblichen Verwendung der Frage „Heiligt der Zweck die Mittel?“ paradox erscheint. Agnes ist nett zu Gerda um sie später zu verletzten. Mit Agnes beginnt das Opfern von Lebewesen, denn sie findet Gerdas Schwachstelle: ihren Hamster Oskar.
    Nun ein Beispiel einer Opfergabe, welche erst später folgt und dementsprechend extreme ist: Sofies Unschuld (Vgl.Teller 72). Dies wurde von Hans bestimmt, nachdem er sein Fahrrad geopfert hatte. Sofie wurde zwar verteidigt aber Hans machte deutlich, dass Bedeutung genau so wenig wie Glück messbar ist, in dem er sagte: „Wie könnt ihr wissen, dass mir mein neongelbes Fahrrad nicht genauso viel bedeutet wie Sofie ihre Unschuld?“ (Teller 72). Das Mittel hier ist Sofie bzw. ihre Unschuld, der Zweck sollte vermutlich nicht nur dem Berg der Bedeutung dienen, sondern auch wieder eine Art der Rache, da Sofie zuvor stark darauf beharrt hat, dass Hans sein Fahrrad opfern muss (Vgl. Teller 71). Jedoch hat Hans hier einen neuen Aspekt des Zwecks reingebracht, denn es liegt nahe, dass er sich an diesem Opfer auch selbst bereichern wollte. Es waren vier Jungen daran beteiligt, mehr ist nicht bekannt, da der Vorgang nicht im Buch geschildert wird. Die psychischen Folgen sind jedoch deutlich. Sofie sprach am folgenden Tag nicht und wird im weiteren Verlauf äußerst emotionslos, als hätte sie eine
    posttraumatische Belastungsstörung. Sie entscheidet sich schließlich dafür, dass Jan-Johan für den Berg der Bedeutung seinen rechten Zeigefinger opfern muss, was zur endgültigen Eskalation des ,Projektes‘ führt.
    Es wird deutlich, dass der Zweck nicht immer eindeutig zu bestimmen ist, da im Roman des öfteren der Eindruck entsteht, dass der Berg der Bedeutung nebensächlich wird und die Schüler unter dem Vorwand etwas für die Bedeutung beizusteuern, sich selbst bereichern wollen. Außerdem müsste die Frage hier eher lauten, ob die Mittel den Zweck heiligen.

    4.2 Heiligt der Zweck die Mittel? Bezug zum Interview

    Im Interview wurde deutlich, dass nicht immer der Zweck die Mittel heiligt, sondern eher die Umstände. Im Bezug auf die Opfergaben im Roman, meint NC, dass man nicht nach Mittel und Zweck urteilen sollte, sondern nach dem Richtigen und dem Falschen. Im Bezug auf die Opfergabe der Schuhe von Agnes meint sie, dass man etwas freiwillig tun muss, damit es richtig ist. Da Agnes die Schuhe eigentlich nicht opfern möchte, wäre dies aus NCs Sicht falsch. „Wie kann das Richtige richtig sein, wenn andere mich dazu zwingen oder erpressen müssen?“. Diese rhetorische Frage ist, meiner Meinung nach, der Kern ihrer Aussage und ein starkes Argument. Außerdem verweist es auf die Individualität der Menschen. Jeder hat eine andere Auffassung von richtig und falsch und es wäre unmöglich sich nach allen Mitmenschen zu richten, somit ist das einzig Richtige sich auf sich selbst zu verlassen und nach der persönlichen Auffassung zu handeln.

    5. Definition von Gut und Böse

    Das Gute wird im Duden unter anderem als tadellos und moralisch einwandfrei definiert. Das Böse als schlecht und verwerflich (Duden online. http://www.duden.de/. 19.02.2013). Jedoch gibt es keine allgemeine Definition, da dies prinzipiell nur eine Auslegungssache ist. Die Frage „Heiligt der Zweck die Mittel?“ beinhaltet die Vorgabe,
    dass der Zweck etwas Gutes ist, was mit verwerflichen Mittel erreicht wird. Jeder
    Mensch weiß, dass es böse wäre, einen Menschen zu töten aber dennoch haben wir diverse Triebe die uns dazu verleiten könnten. Es wäre jedoch aus utilitaristischer Sicht eine gute Tat, einen Menschen umzubringen, wenn dadurch mehr Leben gerettet werden können.
    Wir sind aber auch zur Empathie fähig, wodurch wir z.B. Mitleid empfinden können und davon getrieben werden, anderen Menschen helfen, ohne einen direkten eigenen Nutzen davon zu haben. Dies wird in der Gesellschaft als Gut bewertet, da wir ein soziales Wesen in einer Gesellschaft sind. „Im Kriegszustand, wenn wir nichts zu essen haben, klar würde ich beim Bäcker einbrechen. Ich will am Leben bleiben [...]“ trotzdem würde NC dies nicht als böse bezeichnen, da sie in einer extremen Situation extrem handelt, um am Leben bleiben zu können. Laut NC heiligen die Umstände die Mittel, auch wenn sie betont, dass in extremen Situation ihrer Meinung nach, nichts legitimiert werden muss. „Ich werde niemanden verurteilen, weil er in eine Apotheke einbricht, wenn er sich die Medikamente nicht leisten kann, um einem todkranken Familienmitglied die nötigen Medikamente zu beschaffen. Schließlich geht es um Leben und Tod und da erwachen die schrecklichsten Ängste“. Dieser Aspekt sollte nicht vernachlässigt werden, da hier die Rede von starken Emotionen ist, welche unseren Verstand benebeln können.
    Die verschiedenen gesellschaftlichen Werte sind mit der Zeit und der Region wandelbar. Selbst jeder einzelne Mensch definiert Gut und Böse anders, wodurch es an eine Unmöglichkeit grenzt diese Begriffe zu definieren.

    5.1 Ursachen des Bösen

    Da in der Ethik oft die Rede vom moralisch vertretbaren Handeln ist, wird im Folgenden auf die alltäglichen Ursachen des Bösen eingegangen, um einen Ausgleich zu schaffen. Detlef Horster nennt das Streben nach Macht und Reichtum als eine der Ursachen. Er geht allerdings noch weiter, indem er die Omnipotenzfantasie als Antrieb für einen Mörder nennt. Wir schlagen oder demütigen keine Menschen, da wir wissen wie unmoralisch dies wäre und evtl. wir selbst die Erfahrung als Opfer gemacht haben.
    Aber „Demütigungserfahrungen durchbrechen und dadurch das eigene Selbstbildschützen zu können“ (Silkenbäumer 2007, 248) wird hier als Motiv dafür genannt, dass man trotz der Einsicht, dass es moralisch nicht vertretbar wäre, unmoralisch zu handeln. Als weiteres Beispiel nennt Detlef Horster die unterlassene Hilfeleistung, aus der Angst oder dem Egoismus man könne dabei selbst verletzt werden. Er behauptet, dass viele auch aus reiner Bequemlichkeit moralisch nicht richtig handeln. Zuletzt nennt er Rache als Motiv, um unmoralisch zu handeln.
    Im nächsten Abschnitt geht Detlef Horster auf das sogenannte „radikale Böse“ (Horster 79) ein. Hierfür wird Auschwitz als Beispiel genannt und behauptet, dies konnte nur durch die Lähmung des Intellekts geschehen. Die Versuche das radikal Böse zu verstehen, seien ein Ausdruck von Hilflosigkeit. Selbstsucht wird als weiteres Motiv des radikal Bösen genannt. Dies sind die Hauptaussagen aus dem Abschnitt und diese lassen ich teilweise auf den Roman Nichts was im Leben wichtig ist beziehen, da dort ähnliche Motive auftauchen wie beispielsweise die Forderung von Sofie, Jan-Johan solle seinen Zeigefinger opfern. Dies könnte, wie oben beschrieben, dazu dienen die eigenen Demütigungserfahrungen zu durchbrechen.

    5.2 Kritik

    Nehmen wir als Beispiel einen Mörder, welcher selbstverständlich grundsätzlich von der Gesellschaft als Böse betitelt wird. Ist dieser aus seiner eigenen Perspektive auch Böse oder ist das Böse für ihn das Gute bzw. Richtige, da er durch den Mord womöglich seiner Meinung nach etwas gutes getan hat?
    Ein weiteres Beispiel: Eine 14-jährige hat ihren Vergewaltiger erstochen, nachdem das Verfahren gegen ihn wegen mangelnder Beweise eingestellt worden ist („Kind tötet Vergewaltiger“. Augsburger Allgemeine. http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Kind-toetet-Vergewaltiger-id7698996.html. 27.02.2013). Selbstjustiz ist in Deutschland nicht erlaubt, jedoch gibt es in diversen anderen Ländern die Regel ,Auge um Auge, Zahn um Zahn‘. In einer gewissen Art und Weise ist sie doch berechtigt dazu sich an ihm zu rächen, da dieser ihre Grundrechte verletzt hat. Rache ist laut dem Duden eine „persönliche, oft von Emotionen geleitete Vergeltung einer als bösen, besonders als persönlich erlittenes Unrecht empfundenen Tat“. Der Mensch ist
    egoistisch und hilfsbereit zugleich. Dies sind zwei gegensätzliche Eigenschaften, welche nicht zeitgleich unsere Handlungen beeinflussen können, aber dennoch gleichzeitig existieren. Man könnte sagen, dass das Gute sowie das Böse in uns steckt und diese Ambivalenz ist nahezu unmöglich zu beseitigen. Unsere Handlungen müssen demnach etwas Gutes und Böses als Ursache oder Wirkung haben, auch wenn wir dies nicht bewusst entscheiden. Somit ist Die Frage „Heiligt der Zweck die Mittel?“ auch nicht durch die Veranschaulichung von Gut und Böse zu beantworten. Jedoch lässt sich festhalten, dass diese Frage durch die Vielzahl verschiedener Perspektiven nicht allgemein zu beantworten ist und jeder Einzelne sich diese Frage selbst beantworten muss.

    6. Fazit

    Aus der Sicht eines Nihilisten wäre es grundsätzlich Verschwendung darüber nachzudenken und Pierre Anthon würde sich ebenfalls die Zeit sparen, um das Nichts zu genießen. Aus utilitaristischer Sicht ist das Mittel nicht relevant, wenn der Zweck die negativen Mittel überwiegt. Jedoch ist dies im Präferenzutilitarismus nicht eindeutig, da hier die Präferenz weiterzuleben alles überwiegt, wodurch aus dieser Sicht der Zweck nicht das Mittel jemandem das Leben zu nehmen heiligt. Durch die Darlegung der Problematik von Gut und Böse ist deutlich geworden, dass die Frage unter anderem reine Auslegungssache ist und somit von jedem Menschen anders wahrgenommen und beantwortet wird, was sich in den verschiedenen Meinungen zeigt. Somit lässt sich die Frage „Heiligt der Zweck die Mittel?“ nicht unter Berücksichtigung aller genannten Aspekte beantworten.
    Aus meiner eigenen Sicht ist es problematisch, diese Frage handlungs- oder regelutilitaristisch zu beantworten, da jeder Mensch andere Präferenzen hat. Außerdem ist Jeremy Bethams Versuch das Glück zu messen zwar ein Ansatz, aber eine komplette Lösung scheint mir eine Unmöglichkeit. Man könnte das Ganze sicherlich wissenschaftlich durch Messungen am Gehirn belegen, jedoch ist die Wahrnehmung bei jedem Menschen anders, wodurch z.B. das Gefühl von Liebe bei jedem Menschen anders wahrgenommen wird. Ich wage es zu bezweifeln, dass es möglich ist, die Psyche oder den Geist eines Menschen, welche nicht physisch sind, zu messen. Ich lehne den Utilitarismus jedoch nicht komplett ab, da eindeutig ist, dass der Zweck die Mittel überwiegen muss. Jedoch halte ich es für ein Hindernis die Folgen für jeden Einzelnen zu beachten, um den Gesamtnutzen zu ermitteln, da der Mensch grundsätzlich nicht komplett altruistisch veranlagt ist. Ich glaube, dass viele Menschen nicht die Folgen für jeden Menschen der von der Handlung betroffen ist abwägen, sondern nur für die, für die sie auch Gefühle bzw. eine Sympathie empfinden. Schließlich wäre es aus utilitaristischer Sicht nicht moralisch vertretbar eine Handlung durchzuführen bei der einer mehr leidet als die anderen Glück empfinden. Allerdings wäre es für denjenigen, der die Entscheidung trifft, doch ein positiver Effekt, wenn einer der Leidenden sein Feind wäre.
    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich diese Frage nicht durch irgendeine ethische Form beantworten lässt, sondern der Mensch mit seinem Verstand und seinen Trieben in verschiedene Situation im Leben gerät, wobei wiederum jedes mal andere Menschen beteiligt sind. Somit gibt es zu viele unberechenbare Faktoren, wodurch die Frage „Heiligt der Zweck die Mittel?“ nicht von einem Einzelnen beantwortet wird, sondern von vielen unterschiedlichen Personen und Handlungen beeinflusst wird, wobei aus der einen Perspektive der Zweck die Mittel nicht heiligt und aus der anderen ist es moralisch vertretbar mit fragwürdigen Mitteln einen bestimmten Zweck zu erreichen.

  • Ihr seid gefragt! Themenvorschläge?

    HeyHo,

    Es ist lange her. Zu lange. Aber ich komme zurück.

    Es ist nicht so, als würden mir die Ideen für neue Themen ausgehen, allerdings brauche ich mehr Inspiration. Deswegen möchte ich euch bitten mir per Nachricht oder als Kommentar Themenvorschläge zu hinterlassen.
    Wer einige meiner Einträge gelesen hat, weiß was mich reizt (Psychologie, Philosophie).

    Falls Interesse besteht, könnte ich nun auch meine gesamte Facharbeit veröffentlichen.

    Das war's für's erste.

  • Zukunft (Frage)

    Guten Abend an alle,

    ich habe mir etwas neues im Vergleich zu meinen relativ sachlichen Texten überlegt.
    Ich stelle mir die Frage, ob die Zukunft determiniert (festgelegt) oder veränderbar ist.

    Bevor ich euch jetzt sämtliche Theorien vorstelle, frage ich einfach nur und hoffe, dass einige
    interessiert sind zu diskutieren oder einfach nur ihre Meinung als "Denkanreiz" hier lassen ;D
    Es gibt ja auch noch einige "Grauzonen", eine sehr gute Freundin von mir glaubt, dass die Zukunft in unseren Händen liegt, aber gleichzeitig auch an's Schicksal, sprich: Einiges muss und wird eintreffen, egal welchen Weg wir mit unserem freien Willen einschlagen. Ich persönlich weiß derzeit nicht was ich denken soll..

  • Schlafstörungen

    Hey, zuerst möchte ich euch erklären, was genau Schlafstörungen sind und danach folgt meine persönliche Erfahrung.

    Was sind Schlafstörungen?
    Die Grundsätzliche Hemmung des Einschlafens, wobei es viele verschiedene Arten gibt, wie z.B. ein gestörter Schlafrhythmus.

    Wie entstehen Schlafstörungen? Ursachen:
    Dafür gibt es viele Ursachen. Oft treten Schlafstörungen bei depressiven Menschen auf oder man ist gedanklich zu sehr "beschäftigt", wodurch das Einschlafen unmöglich wird. Es gibt auch Menschen die an "Tagesschläfrigkeit" leiden, wodurch sie Tagsüber unfreiwillig einnicken und somit Nachts nicht mehr schlafen können.

    Was sind die Folgen von Schlafstörungen?
    In extremen Fällen, kann es tödlich ausgehen, da ein gesunder Schlaf essenziell ist. Schlafstörungen können sich auch auf den Hormonhaushalt auswirken, wodurch Emotionen "desorganisiert" werden.In den meisten Fällen sind die Folgen auf die Beeinträchtigung der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit beschränkt, wodurch der Alltag allerdings zu einer extremen Herausforderung wird. Allerdings schlägt eine dauerhafte Schlafstörung auch oft auf die Psyche, da man dem Alltag nicht mehr gewachsen ist. Dies kann unter anderem zum sogenannten Burnout führen.
    Schlafstörungen können auch das Immunsystem, das Gehirn und sogar das Herz beeinträchtigen.

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    Nun zu mir. Ich hatte vor einigen Jahren starke Schlafstörungen, welche mit meinen Depressionen zusammenhingen. Allerdings hatte ich diese seit mindestens einem Jahr nicht mehr bzw. nur für maximal eine Woche, was im Vergleich zu früher nichts ist.
    Diese Woche ging es aber wieder los. Gut, es sind jetzt 4 Nächte, das sollte mich nicht aus der Ruhe bringen. Allerdings ist es so extrem und nichts, was mir früher geholfen hat, hilft. Ich bin Tagsüber zu nichts fähig und fühle mich schwach. Mein Kreislauf spinnt sowieso seit einem Monat, was mir genügend Probleme bereitet. Diesmal ist es nicht so harmlos wie davor. Harmlos heißt bei mir, dass ich maximal 2-3Stunden zum einschlafen brauche. Ich schlafe mitlerweile fast gar nicht mehr, ich liege in meinem Bett und habe die Augen für mehrere Stunden geschlossen, aber ich bin wach. Das geht die ganze Nacht so. Meine Gedanken sind so laut und komplex, emotional extrem, das macht es unmöglich einzuschlafen. Tagsüber habe ich extreme Migräne, ich weine fast vor Schmerz. Normalerweise weine ich nicht wegen körperlicher Schmerzen, nur bei psychischem Schmerz und das auch nur, wenn die Welt fast untergeht. Naja, ich hoffe es legt sich.

  • Whatever doesn't kill you ..

    .. leaves a scar.

    Everyone will come to my funeral to make sure that i stay dead.

  • Nationalität

    Hey, erstmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich kaum gebloggt habe. Nun ja, frisch 18 - da hat man andere Dinge im Kopf ;) Dieses Thema könnte ich stundenlang diskutieren, aber ich versuche mich kurz zu fassen.

    Ich bin ehrlich, ich habe früher gegen bestimmte Nationen einen extremen Hass gehabt. Nun ja, es war das übliche "Schubladen-Denken", voller Vorurteile. Aber so bin ich definitiv nicht mehr!

    Gerade hier in Deutschland wird beispielsweise oft schlecht über Türken geredet. Ich habe sie gehasst, was paradox ist, da meine Großeltern türkischer Abstammung sind. Die "Kanaken" sind doch total "assi" und sprechen kaum Deutsch. Außerdem sind es religiöse Fanatiker, welche die Frauen schlecht behandeln.

    Nicht jeder ist so. Dieses Schubladen-Denken macht uns blind und dumm. Man könnte mich theoretisch als Türkin bezeichnen, ich meine "typisch Deutsch" sehe ich wegen meiner Haut-, Haar- und Augenfarbe nicht aus. Also müsste ich doch eigtl. total schlecht Deutsch sprechen, meiner Rechte nicht bewusst sein, mich Männern unterordnen und an "Allah" glauben. So und wie bin ich wirklich? Ich spreche besser Deutsch als die meisten Deutschen selbst, dazu weiß ich wie ich mit Sprache manipulieren kann und welche Worte ich für mein gewünschtes Ziel nutzen muss. Meine Rechte? Die kenne ich in und Auswendig, da meine Mutter unter anderem Jura studiert hat. Meine Mutter bezeichnet sich selbst zwar als Türkin, hat aber den Deutschen Pass. Zurück zu mir. Den Männern unterordnen ... :D Ich? Ich bin eine Feministin und dazu halte ich nicht viel von Männern. Einige meinen heute noch, dass Frauen keine Rechte haben sollten und der Mann sowieso für alles besser geeignet ist. Das ich nicht lache. Wir Frauen sind besser. Das führe ich jetzt nicht weiter aus. Zuletzt, religiös? Ich halte davon wie hier schon oft genug deutlich geworden ist, n'scheißdreck! Es ist mir nicht egal, ich halte es für eine manipulative Gefahr, aber wer drauf rein fällt ist sowieso zu dumm und es nicht wert gerettet zu werden. Ende.

    Ich habe mich immer als Deutsche bezeichnet und bin fast ausgerastet, wenn mich jemand als Ausländer o.ä. bezeichnet hat. Dann eines Tages sagte mein kleiner Bruder etwas zu mir, was mich zum nachdenken gebracht hat und meine Meinung komplett auf'n Kopf gestellt hat.

    "Wieso bist du stolz darauf irgendwo zu leben, was sowieso im Grunde genommen nur Zufall ist?! Nationalismus ist total bescheuert (...)"

    Er hat sowas von Recht. Niemand kann etwas dafür, wo er lebt. Man gewöhnt sich an die Kultur in seinem Umfeld, das andere wird Fremd und somit das eigene zum Ideal.

    Ich muss jetzt aufhören, falls ihr mehr wollt, schreibt mir eine Nachricht oder hinterlasst ein Kommentar. Wie gesagt, das ganze ist sehr kurz gefasst und nicht gut genug erklärt, also spart euch diesmal eure Kritik ;) Die könnt ihr äußern, wenn ich meine Argumentation komplett dargestellt habe und nicht wenn ich nur Ansatzpunkte schildere.

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